Möchten Sie gern als Fahrlehrer Menschen mit Fahrängsten betreuen


Als Fahrlehrer bringen Sie Voraussetzungen für die neue Tätigkeit mit

Möchten Sie gern als Fahrlehrer Menschen mit Fahrängsten betreuen?

Hier erhalten sie Informationen: Voraussetzungen - Schulung und Praktikum - Praktikum bei der Fahrschule Schaffen Wir GmbH

Für konventionelle Fahrlehrer sind Ausbildung, staatliche Prüfung und behördliche Anerkennung gesetzlich geregelt. Das gilt naturgemäß nicht für Fahrlehrer für fahrängstliche Menschen. Diese berufliche Tätigkeit ist einfach noch zu neu. Für sie gibt es bis jetzt weder eine regelrechte Schulung, noch Prüfung noch behördliche Anerkennung.

In diesem Artikel berichten wir vor allem über rechtliche und organisatorische Aspekte der Ausbildung zum Angsthasenfahrlehrer. In einem weiteren schildern wir den Ablauf des Praktikums in unserer Fahrschule.


Daher müssen wir Sie als Neuanfänger vorwarnen: Wenn Sie sich entschließen, in diesen Bereich einzusteigen, dann betreten Sie Neuland. Sie arbeiten im Grunde auf eigenes Risiko mit selbst verschafftem Wissen in einer beruflichen und juristischen Grauzone.

Gerade deswegen raten wir ab, einfach so in die neue Tätigkeit einzusteigen. Verschaffen Sie sich einen ersten Einblick, melden Sie sich zu einem Praktikum in unserer Angsthasenfahrschule an. Mehr Infos

Als Fahrlehrer bringen Sie Voraussetzungen für die neue Tätigkeit mit

Wir Fahrlehrer bringen schon nach unserer eigenen Ausbildung einige Voraussetzungen für die neue Tätigkeit als Angsthasenfahrlehrer mit. Als Fahrlehrer sind wir verpflichtet, auf die für das sichere Fahrverhalten ungünstigen Gefühle einzugehen und unseren Schülern zu zeigen, wie man sie kontrolliert und bewältigt (FahrschAusbO, Anlage 1). Sind Fahrlehrer zusätzlich Inhaber einer Seminarerlaubnis zur Durchführung von Aufbauseminaren (§ 31 FahrlG), sind die Voraussetzungen noch besser: Denn als Moderatoren haben sie gelernt, Gespräche im Gruppenrahmen zu steuern, Lernprozesse anzuregen, Gefühle anzusprechen und „Mängel in der Einstellung zum Straßenverkehr und im verkehrssicheren Verhalten zu erkennen und abzubauen“ (§ 4 StVG, Abs. 8).

Einzelgespräche zu führen, um Einstellungen zu ändern und Mängel abzubauen, das bleibt allerdings den Verkehrspsychologen überlassen (§ 4 StVG, Abs. 9). Jedoch können auch die vorher angesprochenen Aufbauseminare ausnahmsweise als Einzelseminare durchgeführt werden, nach Genehmigung durch die Behörde (§ 2b StVG). Dort muss die angestrebte Einstellungsänderung logischerweise per Einzelgespräch in Angriff genommen werden.

Fazit: Am günstigsten sind die Voraussetzungen für Fahrlehrer mit Seminarerlaubnis, die schon öfter in Gruppen oder in Einzelseminaren moderiert haben. Denn sie sind geschult und geübt darin, Einstellungsänderungen im Gespräch zu steuern.

Wie erhalte ich eine Schulung zum Fahrlehrer für fahrängstliche Menschen?

Eine geregelte Ausbildung zum Angsthasenfahrlehrer wäre sehr wünschenswert. Vor allem die betroffenen fahrängstlichen Menschen würden davon profitieren. Für die bei der Fahrangstbewältigung tätigen Fahrlehrer wäre die Ausbildung in vieler Hinsicht von Vorteil: Sie hätten gleichmäßiges, fundiertes Wissen und Kompetenz, ihre berufliche Rolle gegenüber ihren Schützlingen wäre akzeptiert, ihre Stellung bei den Behörden und bei anderen Berufsgruppen anerkannt.

Bis es soweit und die Ausbildung zum Angsthasenfahrlehrer geregelt ist, raten wir Ihnen, nicht einfach drauf los zu betreuen. Verschaffen Sie sich vorher wenigstens ansatzweise einen Überblick und Hintergrundwissen. Suchen Sie sich eine schon praktizierende Fahrschule für fahrängstliche Menschen und fragen Sie an, ob Sie dort ein Praktikum machen dürfen.

Praktikum in einer Fahrschule für Menschen mit Fahrangst

Das Praktikum sollte ein bis zwei Wochen dauern, theoretisches und praktisches Wissen vermitteln und Ihnen vor allem die Möglichkeit geben, an allen wichtigen Stationen der Angsthasenbetreuung teilzunehmen.

  • Vor Beginn des Praktikums erhalten Sie Infomaterial zum Hintergrundwissen und über den Ablauf Ihrer Schulung zugeschickt.

  • Während des Praktikums nehmen Sie an Betreuungsmodulen teil (Einführungsgespräch und Probefahrt, Mifahren, Betreuungsfahrten im Fahrschulwagen und im eigenen Pkw, Einzelgespräche nach Betreuungsfahrten). An Teilen der Betreuung (Infoveranstaltung – Gesprächsrunde, Einführungsgespräch/ strukturiertes Interview) dürfen Sie sich unter Aufsicht auch mal selbst versuchen. Voraussetzung ist das Einverständnis der Betroffenen.

  • Zwischendurch erhalten Sie eine Einzelschulung, um Ihre Erfahrungen und Fragen zusammen aufzuarbeiten und das Hintergrundwissen zur Fahrangst und ihrer Bewältigung zu vertiefen.

  • Den Schluss des Praktikums bildet eine Art prüfende Zusammenfassung, ob Sie die Kernpunkte des Hintergrundwissens verstanden haben und Ihr Wissen umsetzen können.

  • Nach der Schulung haben Sie die Möglichkeit, sich mit Ihren Anfängerfragen an Ihre Fahrschule zu wenden, die das Praktikum organisiert hat.

  • Da das neue Wissen und seine Umsetzung viel Einfühlungsvermögen und Kompetenz erfordern, raten wir Ihnen, das Praktikum nach einer ersten Erfahrungszeit zu wiederholen.

Über die Schulung sollte die betreffende Fahrschule eine Bescheinigung ausstellen. Solch eine organisierte und zeitaufwendige Schulung ist selbstverständlich nicht umsonst zu haben.

Praktischer Tipp/ Teilnahme als Fahrlehrer an einem Praktikum: Lassen Sie sich auf völlig neues Denken ein, verteidigen Sie nicht allzu hartnäckig Ihre Fahrlehrerkenntnisse. Jetzt geht es nicht mehr (nur) um Autobedienung, Kreuzungen, Blickverhalten, sondern um Nervosität, Angstgedanken oder um von Stress beherrschtes Verhalten im Straßenverkehr. Ihr Praktikumsleiter wird Ihnen auftragen, während der Betreuungsfahrten vor allem auf die Gefühle der Betroffenen zu achten. Ihr hoffentlich größeres Einfühlungsvermögen wird Ihnen auch beim Umgang mit Ihren Schülern nützen!

Schulung durch die Fahrlehrerverbände

Wünschenswert wäre, wie gesagt, dass die Fahrlehrerverbände die Schulung organisieren würden. Die Fahrlehrerverbände sollten dabei mit einem Therapeutenverband zusammen arbeiten. Um die Sache anfangs in Schwung zu bringen, könnte ein Landesverband eine Modellschulung übernehmen.

Die Schulung sollte idealerweise in zwei Etappen ablaufen:

  • Hintergrundwissen, Ablauf der Betreuung, Test

  • Praktikum in einer Angsthasenfahrschule

  • Wiederholung von Schulung und Praktikum nach der ersten Erfahrungszeit.

Auch diese Schulung sollte mit einer Bescheinigung bestätigt werden.

Praktika bei der Fahrschule Schaffen Wir GmbH

Die Fahrschule Schaffen Wir GmbH bietet regelmäßig Schulungen und Praktika für Fahrlehrer an, die Menschen mit Fahrangst betreuen wollen.

  • Dauer: Vier Tage.  Infomaterial wird vorab zugesandt.

  • Jeden Tag Einzelschulung im Hintergrundwissen, und Mitfahren bei der Betreuung fahrängstlicher Menschen. Anschließend gemeinsame Auswertung. Einführung in den Betreuungsplan.

  • Am Schluss des Praktikums Zusammenfassung und Überprüfung, ob die Grundsätze verstanden worden sind.

  • Nachträgliche Betreuung bei den ersten Schritten.

  • Kosten für das viertägige Praktikum: 450 €.

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