Ziele der Fahrschule Schaffen Wir


Zukunftsträumme

Die Ziele und das Konzept der Fahrschule Schaffen Wir

Manchmal vergisst man über den Mühen des Tages, worauf das alles hinaus läuft. Es ist wie im Straßenverkehr, man braucht ein Ziel und einen Wegweiser oder ein Navigationsgerät, um sein Ziel zu erreichen. Sonst fährt man womöglich nur hin und her oder im Kreis herum, hat kein Ziel erreicht. Viele Menschen haben Ziele, das ist schön. Wenn diese nur Zukkunftsträume und ideale Vorstellungen bleiben, dann ist das traurig. Auch wir von der Fahrschule Schaffen Wir haben Ziele. Und damit diese nicht nur Wunschträume bleiben, arbeiten wir Schritt für Schritt an der Umsetzung. Etwas Schritt für Schritt erreichen zu wollen, ist ein guter Wegweiser, um seine Ziele zu realisieren. Man spricht auch von Organisationsplan oder Konzept.

Hier sehen Sie in Stichpunkten unsere Ziele:

  • Wir verbessern unsere Ausbildungs- und Prüfungsqualität
  • Wir entwickeln das Programm der Betreuung von Menschen mit Fahrangst weiter
  • Wir befassen uns künftig auch mit der Betreuung älterer Kraftfahrer

Geschichtliches - wie unsere Ziele entstanden

Die Fahrschule Schaffen Wir GmbH wurde am 3. Juli 1989 gegründet. Amtlich heißt sie, nach dem Eintrag im Handelsregister, „Schaffen Wir Fahrschulbetriebs- und Verwaltungsgesellschaft mbH“. Ihr Geschäftszweck wurde damals so bestimmt: „Der Betrieb und die Verwaltung von Fahrschulen sowie der Handel mit Fahrschulartikeln.“

Kurz nach der Wende kamen viele Fahrschüler in die Fahrschule, vor allem aus dem Osten. Die Geschäftstätigkeit blähte sich auf, es wurden immer mehr Fahrlehrer angestellt und Autos angeschafft, jedoch ging der kleine Boom dann irgendwann zu Ende. Der Besitzer verkaufte schließlich im Februar 1993 an mehrere Fahrlehrer, die an der Fahrschule interessiert waren, erstens, wegen des Namens "Schaffen Wir", zweitens, wegen der günstigen Geschäftslage, zwischen Sonnenallee und Pannierstraße. Alle drei waren an solider Geschäftstätigkeit und vor allem an ernsthafter pädagogischer Arbeit interessiert. Leider gingen inzwischen zwei ihre eigenen Wege. Zurück blieb Frank Müller, von Anfang an Geschäftsführer.Erster Flyer der Fahrschule

Ergebnis unserer ersten Gespräche war das hier abgebildete Werbeblatt, in dem sich die ersten Bemühungen um eine Qualitätsausbildung zeigten, um den Namen "Schaffen Wir" mit Leben zu erfüllen:

  • großer Nachdruck auf eine gute Theorieausbildung

  • neue Ideen für die praktische Ausbildung

  • Integration ausländischer Fahrschüler/innen

  • besondere Maßnahmen für die Prüfungsvorbereitung

  • psychologische Hilfen für Nervöse (das „Gelassenheitstraining“, der Vorläufer unseres späteren Angsthasen-Programms)

Übrigens: Die beiden ins Lenkrad greifenden Figuren und das Lenkrad im Logo (im Werbeblatt oben rechts zu sehen) haben wir später noch geändert und etwas geglättet.

Weitere wichtige Zäsuren waren die Jahre 1997 und 2002.

Mitte 1997 schied ein Kollege aus der Fahrschule aus, weil er eine eigene Fahrschule gründen wollte. Auch Riccardo Jentsch, der uns eine ganze Zeit als Fahrlehrer unterstützt hatte, ging schließlich, nach seiner Dipl.Ingenieur-Prüfung, zu VW. Ende 2001 fassten wir Umzugspläne, da die Räume in der Sonnenalle 32 im Grunde für den Fahrschulbetrieb nicht recht geeignet waren: Unübersichtlich, schlecht heizbar und sehr teuer.

Unsere jetzigen Räume in der Sonnenallee 58 finden wir ideal: Etwas kleiner, aber sehr übersichtlich, gemütlich, ideal um darin zu arbeiten, auszubilden und und zu beraten, und, was natürlich ebenso wichtig ist, preiswert!

Unser Fahrschulkonzept

Büro, im Hintergrund Theorieraum

Was haben wir von damals bis heute geleistet? Sicher viele, viele Fahrschüler/innen ausgebildet und ihnen zu einem Führerschein verholfen. Die genaue Zahl lässt sich leider nicht mehr feststellen, da wir zu Anfang mit einer älteren Fahrschulsoftware arbeiteten und diese nach 1 ½ Jahren ersetzen mussten. Für diese Zeit sind leider keine Zahlen bekannt. Unsere eigene Software, die wir seit 1994 einsetzen, zeigt einen Stand von über 1800 Prüflingen, die es geschafft haben..

Wir haben vor allem versucht, das Motto „Schaffen Wir“ , das wir vom ersten Besitzer übernommen hatten mit Leben zu erfüllen. Denn dieses Motto, das haben uns inzwischen viele Fahrschüler und Fahrschülerinnen bestätigt, ist richtig und gibt ihnen Mut!

Darüber hinaus haben wir in unzähligen Diskussionen und Fahrlehrerbesprechungen ein gemeinsames Konzept für unsere Arbeit entwickelt, das unsere Fahrschule prägt und prägen soll.

Stetige Verbesserung der Ausbildung- und Prüfungsqualität

Ein wichtiger Teil unseres Konzepts ist die stetige Verbesserung der Ausbildung- und Prüfungsqualität:

Dafür haben wir viele Maßnahmen entwickelt, die Sie auch auf unserer Homepage nachlesen können, z.B.: Neulingsberatung, Kleingruppenarbeit im Theorieunterricht, Lexikon zu schwierigen Begriffen aus den Fragebögen auf unserer Homepage, unsere Unterrichtssoftware click&teach, die sehr schülerfreundlich ist. Wir beziehen in unsere Bemühungen ausdrücklich auch solche Schüler/innen mit ein, die mit Lern- oder anderen Problemen zu kämpfen haben; z.B. Menschen, die nicht oder nur schlecht lesen können, oder die die deutsche Sprache nur unvollkommen beherrschen oder Menschen mit Prüfungsnervosität  Unsere vielen Bemühungen kommen aber nicht nur den Schülern/innen mit Problemen, sondern allen zugute. Wir sind mit unseren Maßnahmen auf dem richtigen Weg, das zeigen unsere Prüfungsergebnisse.

Wir setzen uns ein für sicheres Fahren und Umweltschutz:

Wer die StVO und die Fahrschüler-Ausbildungsordnung kennt, weiß, dass das eigentlich Selbstverständlichkeiten sind. Was wir meinen: Wir bemühen uns, mehr zu tun, als andere, um diese Selbstverständlichkeiten schneller und besser in unserem Bereich umzusetzen. 
Bei uns in der Fahrschule Schaffen Wir gibt es keine Dieselautos, da der Dieselruß im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Wir fahren ein sehr umweltfreundliches Erdgasauto (Ford Focus Tournier) und ein Auto mit Benzinmotor Ford Fiesta. Wir bieten Kurse im umweltbewussten, verbrauchsgünstigen Fahren an, die von der Initiative "Fahr und spar mit Sicherheit - wirtschaftlich und umweltschonend fahren" getragen wird. Nähere Informationen über solche Kurse:  www.spritsparstunde.de

Wir setzen uns ein für die "Nullvision",

wie sie von der schwedischen Verkehrssicherheitspolitik propagiert wird. Staat, Gemeinden und Verbände in Schweden arbeiten darauf hin, dass es null (!) Verletzte oder Getötete  im Straßenverkehr gibt! Dazu gehören folgende Punkte:: Strikte Geschwindigkeitsregeln (90 bzw. 110), wer dagegen verstößt, dem drohen hohe Geldstrafen. Mit Alkohol oder Drogen am

Erdgasauto der Fahrschule

Steuer zu fahren wird hart bestraft. Auch tagsüber wird mit Licht gefahren (diese Vorschrift wird wahrscheinlich auch in der EU kommen, allerdings mit einem sog. Tagfahrlicht). Im Winter sind Winterreifen obligatorisch. Und am wichtigsten: Die Schweden sind sehr disziplinierte und defensive Fahrer.

Unsere Lehrmethoden sind partnerschaftlich und demokratisch:

Dafür steht unser Name "Schaffen Wir" und das Symbol des von beiden Personen, Fahrlehrer- Schüler, angefassten Lenkrads. Wir verstehen uns zwar als Lehrer, aber keinesfalls als Oberlehrer, sondern als Trainer und Berater unserer Schüler/innen bei ihrem eigenständigen Lernprozess. Daher lehnen wir einen ausschließlich belehrenden Nur-Frontalunterricht ab (auch wenn der Frontalunterricht bei uns noch gewissen Bedeutung hat), sondern setzen vor allem auf das vom Fahrlehrer unterstützte Lernen in kleinen Gruppen oder am PC. Dafür steht auch unsere kleine Fahrschulbibliothek und unsere Filmsammlung, aus der Fahrschüler/innen jederzeit ausleihen können, und unsere Homepage, über die eigenständig zu Hause oder von anderswo her weiter gelernt werden kann. Unsere Räume sind für das gemütliche Lesen oder das Lernen allein oder in Gruppen am PC ausgerichtet und dürfen während der Bürostunden (oder auch schon vorher, wenn ein Fahrlehrer anwesend ist) bis in die Abendzeit benutzt werden.

Logo der Fahrschule Schaffen Wir

Wir beteiligen uns am Lernen in Projekten und initiieren selbst welche, um das eigenständige, gleichberechtigte Lernen unserer Schüler/innen zu unterstützen. Beispiele dafür ist das Peer-Projekt, das vom Fahrlehrerverband Berlin unterstützt wird, oder das von der EU unterstützte Projekt "close to". Beim Peer-Projekt wird gemeinsam über Alkohol und Drogen gesprochen. Mit dabei sind auch ehemalige Alkoholsüchtige. Beim Projekt "clos to" diskutieren die Fahrschüler mit Verkehrsstraftätern. Wir glauben, dass ein so verstandener Lehr- und Lernprozess für alle Teile befriedigend und erfolgreich ist.

Wir entwickeln anwenderfreundliche Ausbildungssoftware

Begonnen hat alles, weil wir mit der Unterrichtssoftware der Lehrmittelverlage für den Theorieunterricht unzufrieden waren: Sehr teuer, umständlich zu bedienen, d.h. auch für unsere Schüler/innen nicht geeignet, die Medienauswahl weit entfernt von unseren, aus der Praxis entwickelten Vorstellungen. 
Unsere Ausbildungssoftware click&teach ist jetzt fertiggestellt und vielfach im Unterricht und beim Selbstlernen der Schüler/innen ausprobiert. click&teach ist eine vielseitige Mediendatenbank, einfach und schnell zu bedienen, von Fahrlehrern wie von Fahrschülern/innen. Im Gegensatz zur Unterrichtssoftware der Lehrmittelverlage ist click&teach ausdrücklich auch zum Selbststudium für Fahrschüler/innen gedacht, d.h. leicht zu bedienen, übersichtlich strukturiert. 
So gibt es bei den zentralen Themen wie "Vorfahrt" oder "Abbiegen" oder "Autobahn" nicht nur eine rechtliche Übersicht für den unterrichtenden Fahrlehrer, sondern auch einige Spezialthemen für Fahrschüler/innen mit besonderen Problemen: Z.B. beim Thema "Abbiegen" die Spezialthemen "voreinander abbiegen" oder "abbiegen aneinander vorbei" oder "abbiegen in mehreren Fahrstreifen".

Betreuung von Menschen mit Fahrangst - weitere Entwicklung unseres Programms

Wir kümmern uns besonders um Angsthasen und Angsthäsinnen, d.h. Menschen, die Probleme erlebt und Angst vor dem Auto oder Angst vor dem Autofahren bekommen haben:

Die Ausbildung von Menschen mit Fahrängsten ist ein verantwortungsvoller und interessanter Teil unserer Arbeit. Wir glauben, dass wir dafür Kompetenz mitbringen, weil wir immer aktiv mit Psychologen (Verhaltenstherapeuten) zusammenarbeiten, Fachbücher gelesen und vor allem viel Erfahrung gesammelt haben. Das Wichtigste ist natürlich die Rückmeldung unserer Angsthasen/häsinnen, ob wir die Sache mit ihnen zusammen richtig angepackt haben, und ob sie sich hinterher wohl fühlen und gerne und sicher fahren.

Über unser Angsthasenprogramm und Berichte unserer Angsthasen/häsinnen können Sie sich auf unserer Homepage informieren. Die Ausbildung von Menschen mit Fahrängsten erfolgt meistens zweigleisig, nämlich als Fahrausbildung und begleitend als Training, mit den Ängsten besser umzugehen. Sie ist daher oft schwieriger als die Fahrschulausbildung; Rückschläge sind beinahe normal. Dennoch macht diese Arbeit große Freude.

Nun wollen wir das Programm und seinen Ablauf klarer formulieren, für unsere Angsthasen und für professionelle Einsteiger (Fahrlehrer, Therapeuten) zugänglicher machen. Im Augenblick entsteht jetzt ein Leitfaden, vorerst für interessierte Fahrlehrer.

Wir haben einen Ratgeber für Menschen mit Fahrängsten geschrieben.

Darin haben wir unserer wichtigsten Erfahrungen bei der Angsthasenbetreuung festgehalten. An dem Ratgeber beteiligte sich auch ein praktizierender Psychologe. Der Ratgeber beschäftigt sich mit den für Fahrängste wichtigen Themen Angst im Großstadtverkehr und auf Autobahnen, Sozialangst (Angst vor Kritik anderer Menschen, z.B. vor Beifahrern oder Prüfern), Unfallangst und Platzangst, d.h. Angst vor Panikattacken auf der Autobahn. Fahrängstlichen Menschen wird im Ratgeber gezeigt, mit Hilfe der "SchaffenWir-Methode" in 7 Schritten die Fahrängste zu überwinden, wieder sicher und gelassen zu fahren. Der Ratgeber ist im Oktober 2009 beim Verlag Springer Medizin erschienen. .

Ratgeber: F. Müller u. H.J. Ruhr: Keine Angst mehr hinterm Steuer. Fahrängste bewältigen, sicher und gelassen fahren. Angstbewältigung in sieben Schritten. Springer Medizin Verlag Berlin 2009. Mehr über den Ratgeber

Wir bauen ein Netz von Angsthasenfahrschulen auf.

Bei dem Ratgeber werden wir es nicht belassen, denn viele, durch den Ratgeber informierte und motivierte Angsthasen werden professionelle Hilfe suchen. Wir wollen ein Netz von Angsthasenfahrschulen aufbauen.Das Netz stellen wir auf die Homapge, so alle Interessierten sich die nächst gelegene Angsthasenfahrschule heraus suchen können.

Es gibt schon viele Fahrschulen, die versuchen, auf den Zug aufzuspringen. Leider haben die Betreiber nicht viel begriffen, sondern versuchen einfach, ein paar Angsthasen oder Auffrischer anzulocken und mit ihnen Geld zu machen. Sind die Angelockten wirkliche Angsthasen, dann führt das im schlimmsten Fall zu einer Verschlechterung.

Wer mit seiner Fahrschule ins Netz aufgenommen werden will, muss folgende Voraussetzungen mitbringen oder erwerben:

  • Ganzheitliche Betreuung der Angsthasen (Gespräche, Entspannungsübungen und praktische Betreuung)
  • Arbeit nach einem bestimmten Programm (Einführungsveranstaltung, Einfühungsgespräch und Probefahrt, Betreuungsstunden mit dem Fahrschul-Pkw, mit dem eigenen Wagen, Unterstützung beim selbständigen Fahren, Nachbesprechung)
  • Mindestens zweimaliger Besuch eines Praktikums in einer Angsthasenfahrschule
  • Austausch über Probleme

Wir schulen interessierte Fahrlehrer und Therapeuten in der Betreuung von Menschen mit Fahrängsten

In von uns angebotenen Seminaren schulen wir interessierte Therapeuten und Fahrlehrer in der Betreuung von Angsthasen (Menschen mit Fahrängsten, d.h. mit Angst vor dem Auto oder dem Autofahren). Zur Zeit entsteht ein Leitfaden für Angsthasenfahrlehrer, Therapeuten und Prüfer zur Betreuung fahrängstlicher Menschen. Wer als professioneller Helfer Interesse hat, kann in unserer Fahrschule ein Praktikum mit Ausbildung absolvieren.

Wir beschäftigen uns in Zukunft auch mit der Betreuung älterer Kraftfahrer

Der Anteil älterer Kraftfahrer in der Bevölkerung steigt. Dies wird auch für die Fahrschulen zur Herausforderung.

Ältere Kraftfahrer (oder auch ältere Fahrschüler) über 50 leiden an einer zunehmenden Einschränkung der Sinne und der Beweglichkeit. Das ist aber leider noch nicht alles. Komplexe Vorgänge im Straßenverkehr - beispielsweise links Abbiegen an einer großen Ampelkreuzung - überfordern sie. Mit Erfahrung und Vorsicht ist da viel auszugleichen, ein Plus für die Älteren. Dennoch kommt irgendwann der Punkt, ab dem die Anforderungen zu groß werden. Viele Ältere ziehen sich dann zurück, meiden viele Strecken oder hören ganz auf. Ist das der natürliche Weg?

Die Programme der Lehrmittelverlage empfehlen den Älteren, besonders viele Assistenzsysteme einzusetzen und mit diesen zu üben. Das sind beispielsweise Tote-Winkel-Warner, Verkehrszeichen-Erkenner, Regensensoren, Bremsassistenen, Abstandswarner. Mit den technischen Hilfen kommt man dem Hauptproblem der Älteren aber nicht bei: Sie fühlen sich im Verkehr oft gehetzt, von anderen unter Druck gesetzt. Wir glauben, dass wir bei diesem Problem mit unserer großen Erfahrung beim Umgang mit Angsthasen helfen können.

Für das Schaffen Wir Team

Frank Müller

Berlin, 25.05.2011


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