Berliner Kurier: "Die Angsthasenfahrschule von Berlin"

"Die Angsthasenfahrschule von Berlin"

Der Berliner Kurier berichtet über die Arbeit der Fahrschule Schaffen Wir

Fahrschülerin Eileen hat es leider noch nicht in der Prüfung geschafft. Sie wurde von einem Blackout gepeinigt. Bei einem Blackout - einem plötzlichen Gedächtnisverlust - ist das mühsam antrainierte Wissen verschwunden. Nervosität und Panik spielen dabei eine große Rolle. So kommt es, dass das Parken oder der Fahrstreifenwechsel einfach nicht mehr klappen. Für die Beteiligten rätsehaft, für die Betroffene zum Verzweifeln. Denn der Prüfer kann dafür nur ein "nicht bestanden" geben. Eileen hat sich dann an die Fahrschule Schaffen Wir um Hilfe gewandt.

Schlussgespräch nach der Prüfungsfahrt: Prüfung leider nicht bestanden. Aber gegen den Blackout kann sie etwas unternehmen. Dann bleibt sie bei der nächsten Prüfung ruhig und vernünftigDen Reporter Kai-Uwe Zickerick vom Berliner Kurier interessierte sich für die Arbeit der Fahrschule Schaffen Wir aus folgendem Grund: Der ACE, Auto Club Europa, hatte in einer Presseerklärung die hohen Durchfallquoten bei den Fahrprüfungen kritisiert (im Schnitt ein knappes Drittel). Argumentation des ACE war allerdings dürftig, auf der Homepage haben wir darüber informiert (Artikel ACE).

Beim Berliner Kurier fragte man sich mit Recht: Was geschieht denn mit den Menschen, die die Prüfung  auf Anhieb nicht schaffen, und wieder nicht schaffen? Werden sie einfach immer wieder in neue Prüfungen geschickt, ohne besondere Hilfe?

Eileen ist solch ein besonderer Fall. Da keiner ihrer vorigen Fahrlehrer in der Lage war, sich um ihre Blackouts zu kümmern, hätte sie wahrscheinlich immer neue Prüfungen absolviert - ohne Aussicht auf Erfolg. Das hätte auf die Dauer ihr Selbstbewusstsein zerstört. Aber noch hat sie ja rechtzeitig dagegen gesteuert und sich bei unserer Fahrschule angemeldet.

Bei unseren ersten Fahrstunden hat sich tatsächlich herausgestellt, dass der Blackout droht, in schwierigen Situationen wieder zu kehren. Nun können wir aber trainieren, damit umzugehen. Inzwischen hat Eileen bei uns schon einige Erfahrungen gemacht, wie sie aufkommenden Blackout erkennen und bewältigen kann. Darüber erzählt sie in dem Artikel im Berliner Kurier.

Wir bedanken uns bei Herrn Zickerick, dass wir angesichts der Diskussion über Durchfallquoten die Chance bekamen, einen Ausweg für die Betroffenen darzustellen. Wir werden an dieser Stelle weiter berichten, wie es Eileen bei uns ergangen ist.

Würden Fahrlehrer systematisch geschult, Nervosität ihrer Schüler zu erkennen und ihnen Hilfe zu geben, dann würde das sicherlich die Zahl der nicht bestandenen Prüfungen senken.

Artikel anschauen:

Berliner Kurier vom 18.02.2013 (Format .pdf)