Praktische Ausbildung Kl. B

Übersicht über die Ausbildung Klasse B in der Fahrschule Schaffen Wir

Fahrschul-PkwHier wird Ihnen erklärt, was zur praktischen Ausbildung Klasse B gehört: Von der Grundstufe und Übungsstufe an, über die Leistungsstufe und die Sonderfahrten, bis hin zur Reifestufe.Wir stellen auch einige unserer Ausbildungsprinzipien vor und geben eine Menge Tipps, wie man effektiv lernt und damit auch die Ausbildungszeit beschleunigen kann.

Zu Beginn ist ein Punkt ganz wichtig: Kein Anfänger beginnt auf der dicht befahrenen Sonnenallee. Das würde allen Ausbildungsprinzipien widersprechen und Ängste erzeugen. Vielmehr fährt der Fahrlehrer das Fahrschulauto mit Anfänger in ein verkehrsarmes Gebiet. Bei uns ist es ein verkehrsarme Gewerbegebiet mit breiten Straßen in Neukölln. Dort kann jede/r  in Ruhe das Auto studieren und die ersten Meter fahren.

Die Führerscheinklasse B: Voraussetzungen:

Mit der Führerscheinklasse B dürfen Sie Pkw und kleine Lkw bis 3,5 t fahren. Mit diesen Kfz dürfen Sie Anhänger ziehen, auch über 750 kg. Vorausgesetzt, das Gesamtgewicht des Zugs überschreitet nicht 3,5 t und die Gesamtmasse des Anhängers ist nicht größer als die Leermasse des ziehenden Kfz. Beispiel: Pkw 1,5 t Gesamtmasse, 1,1 t Leermasse, Anhänger 1 t Gesamtmasse erlaubt für Klasse B. Allerdings müssen Sie zusätzlich noch in den Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil II) schauen, welche tatsächliche Anhängelast Ihr Pkw laut Hersteller überhaupt ziehen darf.

Nach bestandener Prüfung erhalten Sie mit dem Führerschein nicht nur die Berechtigung für Kfz der Klasse B, sondern auch für weitere Klassen, die in dieser Klasse eingeschlossen sind: Klasse M (Mopeds, Mokicks bis 45 km/h, Klasse L (landwirtschaftliche Zugmaschinen bis 25 km/) und Klasse S (sogenannte Leicht-Pkw bis 45 km/h und Quads, d.h. vierrädrige Motorräder).

Das Mindestalter für diesen Führerschein beträgt 18 Jahre. Sie können sich aber schon mit 17 1/2 Jahren anmelden. Die Theorieprüfung können Sie frühestens 3 Monate vor Ihrem 18. Geburtstag ablegen, die praktische Prüfung frühestens 1 Monat vor dem 18. Geburtstag. Den Führerschein bekommen Sie aber erst an Ihrem 18. Geburtstag ausgehändigt, vorher dürfen Sie, trotz bestandener Prüfung, noch nicht fahren.

Achtung - Führerschein mit 17 und begleitetes Fahren: Das ist ein Modellversuch, der auch für Berlin gilt. Sie können sich schon ab 16 1/2 Jahren zur Führerscheinausbildung anmelden und erhalten dann zum 17. Geburtstag eine Fahrberechtigung. Auf dieser sind berechtigte Begleitpersonen eingetragen (z.B. die Eltern). Sie dürfen dann bis zum 18. Geburtstag nur unter Begleitung dieser in der Fahrberechtigung eingetragenen Personen fahren.

Die theoretische Ausbildung:

Die theoretische Ausbildung umfasst Grundstoff (für alle Klassen) und Zusatzstoff für die besondere Klasse. Beim Zusatzstoff ist auch die Theorie für die eigentliche Anhängerklasse BE integriert, so dass Sie bei einer Erweiterung auf Klasse BE nur noch eine praktische Prüfung ablegen müssen.

  • Wenn kein Führerschein vorhanden ist:
    Die theoretische Ausbildung umfasst 12 x 90 Minuten Grundstoff und 2 x 90 Minuten Zusatzstoff Klasse B und BE

  • Wenn Sie schon einen Führerschein haben:
    6 x 90 Minuten Grundstoff und 2 x 90 Minuten Zusatzstoff Klasse B und BE

Die angegebenen Theoriestunden sind Mindeststunden. Sie können gerne auch öfter zum Theorieunterricht kommen! Auch Fahrschulwechsler, die die Theoriestunden eigentlich schon absolviert haben oder Umschreiber, die nicht zum Theorieunterricht verpflichtet sind, sind herzlich zum Besuch eingeladen.

Über den Lernstoff in der theoretischen Ausbildung und über die Probleme beim Theorielernen informieren Sie sich bitte in folgen Artikeln auf der Homepage:

Wenn Sie den Theorieunterricht genügend oft besucht und die Bögen gelernt haben, dann machen Sie bitte bei uns einen Vortest. Dieser ist kostenlos. Beim Vortest verlangen wir - zu Ihrer eigenen Bestehenssicherheit - weniger Fehler als in der Theorieprüfung maximal möglich. Bei uns dürfen Sie nur maximal 4 Fehler haben. In der Theorieprüfung dürfen es maximal 10 Fehler sein, außer, zwei Fehler mit Wertigkeit 5 sind darunter. Dafür dürfen Sie bei uns den Vortest wiederholen , so oft Sie nur wollen.

Behördliche Anmeldung und Fahrschul-Ausbildung parallel:

Sie können sich gleichzeitig mit Ihrem Führerscheinantrag bei der Behörde anmelden und Ihre theoretische und praktische Ausbildung bei uns beginnen. Wir empfehlen Ihnen, vor der praktischen Ausbildung erst einige Theoriestunden zu nehmen und die Seiten im Lehrbuch bzw. in den Fragebögen über Vorfahrtregelungen zu studieren. Ihr Theoriefahrlehrer hält eine wichtige Kleingruppenarbeit zu diesem Thema für Sie bereit ("Auf wen bin ich wartepflichtig?"). Sie sollten es auf jeden Fall vermeiden, zuerst die theoretische Ausbildung zu Ende zu bringen und erst dann die praktische Ausbildung. Der Gesetzgeber möchte, dass Sie die beiden Ausbildungsteile verzahnen, und das aus gutem Grund. Sie lernen damit auf jeden Fall effektiver!

Umfang der praktischen Ausbildung:

Die praktische Ausbildung besteht aus der Grundausbildung und den besonderen Ausbildungsfahrten. Die Grundausbildung beginnt mit Übungen zum Umgang mit dem Kfz und setzt sich dann fort in  Verkehrsübungen (z.B. Stop-Kreuzungen, Fahrstreifenwechsel). Keine Angst: Sie beginnen nicht auf einer verkehrsreichen Straße, sondern in einem ganz ruhigen Industriegebiet mit sehr breiten Straßen.

Die besonderen Ausbildungsfahrten ("Sonderfahrten") bestehen aus der Nachtfahrt, der Autobahnfahrt und der Überlandfahrt. Die Nachtfahrt (3 x  45 Min.) muss etwa zur Hälfte außerhalb Berlins gefahren werden. Für die Autobahnfahrt (4 x 45 Min.) und Überlandfahrt (5 x 45 Min.) müssen Sie jeweils eine zusätzliche Fahrstunde einrechnen (Fahrt von und zur Autobahn bzw. Fahrt nach außerhalb und vom Umland wieder zurück durch Berlin).

Während die Sonderfahrten im Umfang festgelegt sind, gilt dies nicht für die Stundenzahl der Grundausbildung. Diese richtet sich nach Begabung, Mitarbeit, und natürlich auch nach der Qualifikation und den Anstrengungen des Fahrlehrers. Sehr wichtig ist folgender Rat: Je intensiver Sie schulen, umso schneller geht es mit der Ausbildung voran und umso mehr sparen Sie schlussendlich Kosten. Beispiel: 3 bis 4 Fahrstunden in der Woche zu nehmen ist gut, nicht so gut ist 1 Fahrstunde pro Woche. Für das angegebene Beispiel (3 bis 4 mal Fahrstunden in der Woche) müssen Sie aber auch Zeit haben!

In der Fahrschule Schaffen Wir haben Sie viele Möglichkeiten, Ihre Ausbildung zu intensivieren und damit auch zu beschleunigen: Kreuzungsbeobachtung bei Rechts-vor-links

  • Sie sollten nach einigen Theoriestunden auch mit der praktischen Ausbildung beginnen (Verzahnung Theorie - Praxis ist sinnvoll).

  • Nehmen Sie pro Woche möglichst viele praktische Stunden, z.B. drei oder vier. Je mehr Sie nehmen, umso intensiver ist der Lerneffekt. Umgekehrt: Wenn Sie zu große Pausen zwischen den Stunden einlegen, geht einiges verloren und muss viel nachgelernt werden.

  • Wenn Ihnen etwas nicht klar ist oder wenn es Fehler gegeben hat, fragen Sie sofort nach. Ihr Fahrlehrer wird es Ihnen gerne erklären oder eine kleine Skizze machen. Wenn Ihr Fahrlehrer z.B. bei der Einfahrt in die Autobahn eingreifen musste, dann kann das verschiedene Ursachen haben, die Sie anschließend mit ihm besprechen sollten. Nach der Erklärung sollte die Sache wiederholt werden, bis sie sitzt.

  • Schauen Sie sich nach den Stunden die von Ihrem Fahrlehrer empfohlenen Bilder + Kommentare in unserem Programm "click&teach" oder die entsprechenden Seiten im Lehrbuch an.

  • Wenn Ihnen Ihr Fahrlehrer "Hausarbeiten" mitgibt, z.B. eine Kleingruppenarbeit aus "click&teach", dann lösen Sie diese sorgfältig und zeigen Sie ihm die Lösung in der nächsten Stunde.

  • Fahren Sie bei anderen Fahrschülern/innen mit und lassen Sie auch bei Ihrer Fahrt mal andere mitfahren

Stufenausbildung:

Die praktische Ausbildung erfolgt nach einem schriftlichen Plan; sie erfordert auch vor und nach der Stunde eine gewisse Vor- und Nachbereitung. So sollte jedesmal nach der Stunde eine Zusammenfassung erstellt und zusammen mit Schüler/in der Stoff der nächsten Stunde besprochen und dies schriftlich festgehalten werden. Dazu gehört auch, dass Schüler/in immer wieder über ihren Leistungsstand informiert werden.

Die Ausbildung ist als Stufenausbildung organisiert - vom Einfachen zum Schwierigen. Achtung: Wenn Sie ganz am Anfang schon in einem großen Kreisverkehr oder gar auf die Autobahn fahren sollen, dann ist das verboten, Ausbildungsbeginn im verkehrsarmen Gebietpädagogisch falsch und finanziell teuer für Sie! Eine solche Fahrschule sollten Sie möglichst schnell verlassen!

  • Die Ausbildung beginnt auf verkehrsarmen Straßen oder Plätzen, so dass Sie sich erstmal auf die Bedienung des Fahrzeugs konzentrieren können (Grund- und Übungsstufe) Dabei steuert der Fahrlehrer den Pkw zur Übungsstrecke und eventuell wieder zurück. 
    Motorradfahrer: Der Fahrlehrer fährt mit dem Schüler als Sozius zum Übungsplatz und wieder zurück. 
    Achtung: Die Hin- und Rückfahrt durch den Fahrlehrer findet im Rahmen der vom Schüler gebuchten und bezahlten Doppelstunde statt.

  • Anschließend folgen Verkehrsübungen, um grundsätzliche Sicherheit bei einfachen und schwierigen Anforderungen im Straßenverkehr zu bekommen (Leistungs- oder Verkehrsstufe)

  • Die Verkehrsübungen umfassen schließlich auch besonders schwierige Straßenzüge, Kreuzungen und Plätze, die in der Prüfung bevorzugt angesteuert werden

  • Dann folgt die Stufe der besonderen Ausbildungsfahrten (Nachtfahrt, Autobahnfahrt, Überlandfahrt

  • Den Abschluss der Ausbildung bildet die Reifestufe: Ausbildungsfahrten unter Test- und Prüfungsbedingungen und Fahrten in unbekanntem Gebiet. Gerade solche Fahrten finden wir sehr wichtig, damit die Schüler/innen ihre Ängstlichkeit verlieren und fahrsicher werden.

Ausbildungsprinzipien der Fahrschule Schaffen Wir (Fahrlehrer):

  • Grundsätzlich:
    Wir sind weniger Lehrer (im schlimmsten Fall = Oberlehrer), sondern Partner, Berater, Trainer unserer Schüler/innen: „Gemeinsam schaffen wir den Führerschein!“.
    Bei unserem sehr unterschiedlichen Kundenkreis können wir nicht erwarten, bloß Dienstleistungen verkaufen zu können (nach dem Motto: „wir bilden gut aus und sind freundlich.“ Das ist zu wenig). Wir können uns nur gut behaupten, wenn wir auch in der Lage sind, die mit der Ausbildung zusammenhängenden Probleme unserer Schüler/innen zu lösen.
    Ausbildungsdiagrammkarte der FahrlehrerverbändeVorbereitung auf den Schüler, auf die erste Stunde: Aus jedem Neulingsgespräch liegen schriftliche Aufzeichnungen vor, in denen Probleme festgehalten und mögliche Lösungen mit dem Fahrschüler besprochen wurden 
    Probleme im mitmenschlichen Bereich: Solche Problem gehen vor - aus menschlichen und aus Ausbildungsgründen. Auf keinen Fall ignorieren, da sonst der ganze Ausbildungserfolg gefährdet ist. Rechts ran fahren, reden.

  • Vorbereitung auf den Unterricht: Diagrammkarte und schriftliche Aufzeichnungen über die Lerninhalte der nächsten Stunde

  • Selbständigkeitserziehung: Am besten schon in der Leistungsstufe klare Aufgaben vorgeben, den Schüler selbständig ausführen lassen, ohne ihm in die Ausführung hineinzureden. Anschließend das Ergebnis besprechen, eventuell das Ganze wiederholen.

  • Umgang mit Fehlern: Bei leichten Fehlern kurzer Kommentar während der Fahrt; treten erhebliche Fehler auf: besser anhalten lassen, in Ruhe sprechen:
    Zuerst die Schülersicht (ganz wichtig!), dann der Lehrerkommentar (Beratung, Rückfrage). Beispiel: Der Schüler ist an einer Kreuzung mit Wartepflicht viel zu schnell gefahren.
    Mögliche Gründe aus Schülersicht: 1. Zeichen nicht gesehen 2. Zeichen zwar gesehen, aber falsch gedeutet 3. Querverkehr nicht gesehen 4. Querverkehr gesehen, gedacht, er schaffe es gut... Bei Lehrereingriffen wegen Gefährdung sollte immer hinterher in Ruhe gesprochen werden!
    Nach dem Gespräch Wiederholungstraining. Flexibel bleiben, auch Lehrer können irren

  • Umfang der Ausbildung, der Fahrstunden: Sehr wichtig für die Länge der Ausbildung ist Begabung und Mitarbeit. Für die Fahrschüler/innen empfiehlt es sich, möglichst viele Fahrstunden pro Woche zu nehmen. Dies erhöht die Ausbildungssicherheit, spart Wiederholungen und Wiederauffrischungen, die nach längerer Pause unumgänglich sind und führt schneller zum Führerschein. Z.B. können in einer Woche 4 - 5 Doppelstunden gefahren werden! 4- 5 Doppelstunden sind optimal, 2 - 3 sind allerdings normal, da die meisten nicht so viel Zeit und vor allem auch nicht immer das nötige Geld dafür haben. Nicht so gut ist nur 1 Doppelstunde / Woche oder gar noch weniger

  • Zusätzliche Mitarbeit und Fahrschüler-Fortbildung: Wer als Fahrschüler/in noch mehr für sich tun will, Fahrschüler fährt hinten rechts mitkann sich bei uns in vielfältiger Weise informieren und etwas für sein Weiterkommen tun:
    - mitfahren bei anderen in der Fahrstunde (man lernt hier die Sache aus Prüfersicht von hinten kennen, merkt, dass auch andere typische Fehler machen, sieht sich in Ruhe schwierige Situationen an)
    - andere, z.B. Freunde, Bekannte, Fahrschüler zur eigenen Fahrstunde mitbringen (dadurch wird man psychisch belastbarer)
    - die vielen Bilder und Kommentare unserer Theorie-Software click&teach studieren: Dort gibt es zu allen Theorie-Stunden unglaublich viele Bilder, Kreuzungszeichnungen, Panoramabilder, Kleingruppenarbeiten, Filme mit Kommentar, die bei vielen Problemen weiterhelfen und tiefere Einsichten ermöglichen. Jeder Kommentar enthält den passenden Gesetzestext und nähere Bildhinweise zum Bild
    - öfter zum Theorieunterricht kommen als mindestens verlangt. Dies kostet keinen Euro mehr und kann bei Theorieproblemen helfen

  • Teamarbeit in der Fahrschule: Hartnäckige Problemfälle sollten in der Fahrlehrerbesprechung diskutiert werden

Grund- und Übungsstufe:

(Übungen mit dem Kraftfahrzeug)

Alle Schüler/innen sollten 3 - 4 Theorieabende vor Beginn der praktischen Ausbildung absolvieren
im Neulingsgespräch wird eine Broschüre von von Ford zum Focus Tournier oder Fiesta ausgehändigt und besprochen Diese sollte vorher durchgelesen werden
die ersten Fahrübungen finden im Schonraum bei geringem Verkehr statt. Dort fährt der Fahrlehrer hin und eventuell wieder zurück.
Achtung: Die Hin- und Rückfahrt zur ersten Fahrstunde zum verkehrsarmen Gebiet durch den Fahrlehrer findet im Rahmen der vom Schüler gebuchten und bezahlten Doppelstunde statt. 

In der Grund- und Übungsstufe werden die wichtigsten Grundlagen für das weitere Fahren gelegt - alle Fahrschüler/innen lernen
automatisierte Verhaltensabläufe, die ihnen den Umgang mit dem Kfz leicht und selbstverständlich machen und ihnen den Kopf frei halten für Verkehrsvorgänge. Wer hier gut lernt und mitmacht, dem fällt die spätere Ausbildung leicht! 
beim
Starten auf jeden Fall die Kupplung treten (Sicherheit und Anlasserschonung)
Vorgas bei jedem
Anfahren, beim Rückwärtsfahren und Berganfahrenung
Übungen zum langsamen Fahren (rollen lassen im 1., 2. Gang, schubsen mit Gas und Kupplung, kriechen)
viel
Berganfahrübungen (Kupplungswaage, vorwärts und rückwärts den Berg hoch. „Springen“, d.h. anfahren am Berg auch ohne Handbremse. Das alles bedeutet Kupplungssicherheit und Verkehrssicherheit
Schalthebelführung 1. - 2. GangSchalthebelführung:
linke Schaltgasse/ 1. u. 2. Gang: Daumen oben, Hand nach links zum Körper
rechte Schaltgasse/ 3. u. 4. Gang: Daumen unten, Hand nach unten, neutral
im Leerlauf zwischen den Schaltgassen bewegt sich die Hand von links nach unten oder umgekehrt
ganz rechts/ 5. Gang: Daumen ganz unten, Hand unten und rechts, weg vom Körper
die Schalthebelführung ist im Stand ausführlich zu trainieren, nicht nur in auf- oder absteigender Reihenfolge der Gänge, sondern mit beliebiger Reihenfolge = Schaltsicherheit!
Schalten ohne Gas
Schaltpunkte/
verbrauchsgünstiges Fahren:
30 km/h = 3. Gang
50 km/h = 4. Gang
5. Gang ab 50 km/h. Der 5. Gang kann übungshalber schon mal bei Stadtfahrten trainiert werden
beim Reinfahren in die AB kann vom 3. Gang (80 km/h) direkt in den 5. Gang geschaltet werden
Bremsübungen: Zielbremsen. Von Anfang an auf degressives Bremsen achten
Reihenfolge beim Verzögern: Spiegel - Bremsen - Kupplung - Schalten - Kraftschluss
Lenken: Zuerst ziehen - schieben; erst wenn das klappt: Übergreifen üben. Das Übergreifen ist nicht etwa „verboten“, wie viele Schüler/innen glauben
Verkehrsbeobachtung:
Innenspiegel, Außenspiegel, links Seitenblick (nicht so stark), rechts Schulterblick (nach rechts hinten). 
Beim Seitenblick bleibt der Körper am Sitz, nur der Kopf wird etwas nach links über die Spiegelsicht hinaus gedreht. Beim Schulterblick wird der Kopf nach rechts gedreht, anschließend auch die Schulter mit, so dass eine schraubenförmige Bewegung nach rechts entsteht und der Blick weit nach hinten rechts gehen kann. In beiden Fällen muss das Lenkrad locker gehalten werden: Gefahr, beim Schauen das Lenkrad unwillkürlich mitzudrehen!

Leistungs- oder Verkehrsstufe:

(vom Schonraum bis zu lebhaftem Verkehr)

Parken: Siehe Ausbildungspass der Barmenia
Querparken ohne Autos, nur mit Parkplatzmarkierung: Auf gegenüberliegende, parallel verlaufende Parkplätze achten; von da aus kann bequem zurückgefahren werden
Parkplatz, Vorrangregelung:
grundsätzlich: Schrittgeschwindigkeit und Vorsicht
Parkplatz“straßen“ untereinander: wie rechts vor links
Stellplätze/ Parkhäfen - Parkplatz“straßen“: Verkehr auf „Straße“ hat Vorrang vor Stellplätzen/ Parkhäfen

Rechts vor links: Wichtig ist vor allem, zu erkennen wieweit die Kreuzung einsehbar ist. Davon hängt das Tempo und die Gangwahl ab. Gute Sicht - 2. Gang, Bremsbereitschaft; schlechte Sicht - 1. Gang, hineintasten. Wenn im zweiten Gang gefahren, auf Bremsbereitschaft achten. Blickreihenfolge: Zuerst kurz links, dann ausführlich nach rechts schauen. Training schlecht zu erkennender Rechts-vor-links-Kreuzungen und Einmündungen

Vorfahrt gewähren: Langsamst reintasten, Oberkörper weit nach vorne: „Ins Lenkrad beißen!“ Lücken ausnützen: Losfahren, wenn auch ein Fußgänger überschreiten würde. Training großer zu überquerender Kreuzungen (a mit Mittelinsel, b mit schmaler Mittelinsel, c ohne Mittelinsel)

Stop: Sehr vorsichtig reintasten, auf Bordsteinhöhe halten (oder wenn vorhanden, vor einer Haltlinie), möglichst drei Sekunden warten, anschließend Vorfahrt gewähren. Auch wenn im Bereich der Sichtlinie gehalten wird, gilt das Haltgebot als erfüllt

Abbiegen – Reihenfolge des Verhaltens: Spiegel innen, Spiegel außen, bremsen, herunterschalten, Kraftschluss, Bremsbereitschaft (soweit im 2. Gang), Schulterblick (bei rechts abbiegen) bzw. Seitenblick (bei links abbiegen)
Abbiegen mit Ansage „bei der nächsten Möglichkeit“ – soll heißen „Pfeil oder Verbotsschild beachten“.
Voreinander abbiegen macht große Mühe, da das räumliche Vorstellungsvermögen oft schlecht entwickelt ist. Langsam fahren, den Gegenüber beoabachten und den Raum links neben ihm!
Paarweise abbiegen führt oft zum Durcheinander, da die entsprechenden Fahrstreifen nicht erkannt werden. Muss fleißig geübt werden

Fahrstreifenwechsel: Blinktechnik tippen. Blicken: Spiegel innen, Spiegel außen. Links Seitenblick, rechts Schulterblick. Unterschied zwischen Seitenblick und Schulterblick erklären
Spiegeltraining, zuerst bei wichtigen Situationen (Bremsen, Anfahren, Fahrstreifenwechsel, Abbiegen) dann möglichst häufiger
Fahrstreifenwechsel in der Kreuzung, geradeaus fahrend: Dies sollte am besten vermieden werden. Wird es dennoch erforderlich, dann möglichst nicht blinken

Ampeln links abbiegen, Räumpfeil leuchtet auf: zuerst Räumblick nach rechts, dann Spiegel - Seitenblick links

Verstopfte Kreuzungen überqueren (mit eigener Wartepflicht, Kraftfahrer mit Vorrang halten Lücke frei): Bedanken (wichtig! = a danke, = b bitte wirklich stehen bleiben, = c zum Prüfer „ich habe die Situation verstanden“), vorsichtig hineintasten; diese Prozedur bei jedem neuen Fahrstreifen!

Kreisförmiger Verkehr, rechts blinken vor der Einfahrt:
Rechts blinken nur bei kleinem Kreisverkehr mit Verkehrsregelung rechts vor links. (Beispiel: Wenckebachplatz in Tempelhof); rechts blinken auch bei mehrspuriger Einfahrt, wenn die rechte Spur benutzt wird und gleich, also bei der ersten Ausfahrt, wieder rausgefahren werden soll. Beispiel: Ernst-Reuter-Pl., von der Hardenbergstr. in die Straße des 17. Juni.
In allen anderen Fällen nicht rechts blinken, da dies zu gefährlichen Missverständnissen führen würde. Beispiel: Ernst-Reuter-Pl., von der Hardenbergstr. in die Bismarckstr. = letzte Ausfahrt, ganz links stehend: wer hier rechts blinkt, vom dem könnten die anderen Verkehrsteilnehmer glauben, er wolle - quer über die anderen Fahrstreifen - sofort rechts raus.
Beim Verlassen des Kreisverkehrs rechts blinken

Hauptstufe:

(Üben schwieriger Kreuzungen, Straßenzüge, Plätze im Prüfbezirk)

nach Örtlichkeiten-Liste schwierige Kreuzungen, Plätze und Straßenzüge üben

Gefahrbremsübung: Im verkehrsarmen Raum. Tempo 50 (3. Gang). Auf Zuruf des Fahrlehrers mit voller Kraft und schnell die Bremse betätigen (schlagen). Gleichzeitig auskuppeln. Bei Vorhandensein von ABS wird das Blockieren vermieden, ABS muss eingreifen, wenn die Übung richtig gemacht wird
Vollbremsübung aus 40 km/h (3. Gang): Grundfahrübung, in der Prüfung verlangt ab Nov. 2002 - s.o.

evt. vorausschauendes Gleiten (rote Ampeln grün machen), wenn Schüler sehr gut

tanken, Betriebs- und Verkehrssicherheit (dies evt. auch bei den Sonderfahrten). Sicherheitskontrollen am Fahrzeug

Stufe der Sonderfahrten:

(alle auch außerhalb Berlins). Bei Überlandfahrt und Autobahnfahrt müssen wir jeweils eine Fahrstunde zu 45 Minuten (Ortsdurchfahrt Berlin) hinzurechnen

Nachtfahrt

Beginn erst ¼ Stunde nach Sonnenuntergang, 3 x 45 Minuten, halbe Zeit Ortschaft, halbe Zeit außerhalb

Autobahneinfahrt, VerkehrsbeobachtungÜberlandfahrt

im Rahmen einer Gruppe, wenn es sich ermöglichen läßt
1 x 45 Minuten + 5 x 45 Minuten (reine Überlandfahrt)

Autobahnfahrt

1 x 45 Minuten + 4 x 45 Minuten Autobahnschulung. Autobahnfahrt auf dem Stadtring und auf dem Berliner Ring

Reifestufe:

(unbekanntes Gebiet, Testfahrten im Prüfbezirk)

Unbekanntes Gebiet: Mindestens jede zweite Fahrt in der Reifestufe sollte zum Abbau von Fahrängstlichkeit und zum Erlangen von Fahrsicherheit in ein unbekanntes Gebiet führen
Testfahrt(en) allein
Testfahrt(en) im Rahmen einer Gruppe. Mitfahrer beurteilen lassen.
auf Nervositätszeichen achten: Schwitzen, zittern, krasse Fahrfehler, unerklärliche Ausfälle, black-out
sprechen, Vorschläge sammeln und bewerten, ausprobieren
loben, Stärken betonen
und „das Schlimmste“ besprechen (um gleichmütiger zu machen)
evt. Fahrlehrerbesprechung, wenn sehr nervös
wir arbeiten in solchen Fällen mit einem Psychologen zusammen
Kurz vor der Prüfung technische Sicherheitskontrollen wiederholen und Papier nach Hause mitgeben


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