Prüfungsergebnisse der Fahrschule Schaffen Wir 2004


Prüfungsergebnisse der Fahrschule Schaffen Wir für das Jahr 2004

Wir haben inzwischen die Prüfergebnisse für das Jahr 2004 ausgewertet und dabei eine sehr erfreuliche Tendenz festgestellt:

Bei den theoretischen Prüfungen konnten wir das schon sehr gute Ergebnis von 2003 gut halten. Und bei den praktischen Ergebnissen gibt es eine starke Verbesserung!

Das ist ein schöner Erfolg für uns und ist vor allem durch die vielen Maßnahmen zu erklären, die wir inzwischen ergriffen haben.

 


 

Hier noch einmal alle unsere verbessernden Maßnahmen kurz aufgezählt:

  • Mitfahren beim praktischen Unterricht

  • Einsatz unserer Ausbildungs- und Prüfungssoftware click&teach, die nicht nur von Fahrlehrern, sondern auch von Schülern benutzt werden kann.

  • Fahrlehrertausch vor der Prüfung und damit auch Autotausch (Golf IV Benzin, Ford Focus Combi Erdgas/ Benzin).

Eine weitere Maßnahme, die uns sicher von vielen Fahrschulen unterscheidet: Wir Fahrlehrer setzen uns regelmäßig zusammen (die Mittwochsrunde) und sprechen über Ausbildungs- und Prüfprobleme.

Hier unsere Prüfungsergebnisse für das Jahr 2004 im Vergleich zum Berliner Durchschnitt:

Zu der folgenden Tabelle ist noch zu sagen: Inzwischen liegen beim Statistischen Landesamt Berlin die Prüfstatistiken für das Jahr 2003 vor. Damit ist die Vergleichsbasis schon aktueller als für das Jahr 2003, für das wir zum Berliner Vergleich lediglich die Daten aus dem  Jahr 2001 hatten. Andererseits – wer sich die Tabelle aus dem Jahr 2003 anschaut und diese mit den Berliner Daten  von 2001 vergleicht – wird schnell bemerken, dass sich im Gesamtberliner Durchschnitt kaum etwas verändert hat.

 

Theoretische Prüfungen

 

bestanden

nicht bestanden

Fahrschule Schaffen Wir

88,46%

11,54%

Berlin (aus 2003)

63,43%

36,57%

Praktische Prüfungen

 

bestanden

nicht bestanden

Fahrschule Schaffen Wir

85,29%

14,71%

Berlin (aus 2003)

64,25%

35,75%

Was sind nun z. B. die Probleme der Fahrschüler/innen, die die praktische Prüfung nicht auf Anhieb geschafft haben, sondern zwei, in einem Fall sogar drei Anläufe brauchten?

  • Kaputt geprüft in der Billigfahrschule:
    Einen Fahrschüler hatten wir von einer anderen Fahrschule übernommen (von einer Billigfahrschule). Der junge Mann wurde dort, nach eigener Aussage, schlecht ausgebildet und immer wieder in die Prüfung geschickt. Als er zu uns kam, war er schon 5 x durchgefallen! Bei uns ging es dann nicht nur darum, die mangelnden Fähigkeiten des Schülers zu verbessern, sondern auch sein auf Grund der vielen Enttäuschungen darnieder liegendes Selbstbewusstsein aufzurichten. Wir hatten uns sozusagen abzuplagen mit den Schlampereien und der menschlichen Gleichgültigkeit der Billigfahrschule.

  • Schwierige Situation:
    Eine Fahrschülerin geriet während der Prüfung beim Abbiegen nach links in eine schwierige Situation, in der sie versagte und über Rotlicht fahren wollte (was der Kollege verhinderte). Das soll aber keine Entschuldigung sein. Wir müssen in Zukunft noch konsequenter darauf drängen, sich im Selbstunterricht mit click&teach mental auf solche Situationen vorzubereiten, um sie in der drangvollen Verkehrsrealität abrufen zu können.

  • Prüfungs-Chaos und mangelnde Begabung:
    Ein älterer Schüler, nicht sehr begabt fürs Autofahren, hatte in der Prüfung den Ausweis vergessen. Dies, obwohl ihn der Fahrlehrer mehrere Male vorher darauf hingewiesen hatte. Der Prüfer, der die Prüfung deswegen sogar hätte absagen können, bot aus Freundlichkeit an, zu Beginn der Prüffahrt zur Wohnung zu fahren, um dort den fehlenden Ausweis zu holen. Jedoch war die Aufregung dann doch zu viel, so dass die Kenntnisse, die der Kollege mühsam mit ihm zusammen aufgebaut hatte, schnell dahin schwanden. Er war praktisch schon auf dem Weg zu sich nach Hause durchgefallen. Das war selbst gemachter, völlig unnötiger Stress!

  • Blackout:
    Eine ältere Fahrschülerin, nach eigener Aussage sehr ehrgeizig im Beruf, hatte sich vorgenommen, die Prüfung „unbedingt“ im ersten Anlauf zu schaffen. Das klappte aber nicht. Sie schaffte die Prüfung erst beim dritten mal. Die beiden anderen Male davor kam es zuerst beim Abbiegen und dann beim Parken zum Versagen durch Blackout, das berüchtigte schwarze Loch im Gehirn. Sie hatte bei der Ausbildung fleißig geübt, nicht mit Stunden gespart, jedoch hatte ihr der überzogene Ehrgeiz einen bösen Streich gespielt! Wir hätten ihre Äußerungen als Alarmzeichen nehmen und rechtzeitig mit ihr reden müssen. In ihrem Fall wäre es besser gewesen, über die Nachteile der ehrgeizigen Einstellung nachzudenken und ein wenig „wurschtiger“ zu sein. Und schließlich hätten wir spätestens nach der zweiten Prüfung nachdrücklich unsere Anti-Blackout-Übungen mit ihr machen müssen. Denn diese, so ist unsere Erfahrung, konsequent umgesetzt, schützen sicher.

Berlin, den 15.03.2005

Frank Müller


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