Prüfungsergebnisse der Fahrschule Schaffen Wir 2003


Prüfungsergebnisse der Fahrschule Schaffen Wir für das Jahr 2003

Die nachfolgende Tabelle bringt die Prüfungsergebnisse der Fahrschule Schaffen Wir aus dem Jahr 2003, im Vergleich zu den Prüfungsergebnissen in Berlin (Berliner Zahlen aus dem Jahr 2001. Aktuellere Zahlen des Statistischen Landesamtes Berlin waren leider nicht zu bekommen).


 

Theoretische Prüfungen

 

bestanden

nicht bestanden

Fahrschule Schaffen Wir

87,7 %

12,3 %

Berlin (aus 2001)

62,9 %

37,1 %

Praktische Prüfungen

 

bestanden

nicht bestanden

Fahrschule Schaffen Wir

60,6 %

39,4 %

Berlin (aus 2001)

65,6 %

34,4 %

 

Theorieprüfungsraum DEKRAEin erster Überblick zeigt Spitzenwerte für die theoretische Prüfung. Wir, d.h. wir und unsere Fahrschüler/innen, sind damit sogar besser als das beste Bundesland (Niedersachsen, mit 25,6 % nicht bestandene Theorieprüfungen). Auf dieses schöne Ergebnis werden wir gleich genauer eingehen. Bei den praktischen Prüfungen sieht es nicht so gut aus. Auch darauf kommen wir im folgenden noch zurück.

Kommentar zu den Ergebnissen der Theorieprüfungen

Wir haben unsere Theorieausbildung und die Vorbereitung auf die Theorieprüfung in den letzten Jahren stark verbessert:

  • wir verkaufen möglichst allen neuen Fahrschüler/innen die Fragebögen und das Lehrbuch

  • wir ermuntern alle Fahrschüler/innen, mehr als die vorgeschriebenen Mindesttheoriestunden zu besuchen. Wenn sich beim praktischen Unterricht Theoriemängel herausstellen, dann ist der zusätzliche Besuch des Theorieunterrichts quasi Pflicht

  • wir raten allen Fahrschülern/innen, die Theorie- und Praxisausbildung parallel abzuhalten. Zur Vorbereitung bekommt jede/r einen Ausbildungsplan

  • wir arbeiten im Theorieunterricht sehr viel mit Kleingruppenarbeiten. Fertige Lösungen geben wir auf Wunsch mit nach Hause. Wir lassen aber auch Hausaufgaben machen

  • im Vortest fehlerhaft ausgefüllte Bögen behandeln wir, soweit es thematisch passt, im Theorieunterricht

  • unsere ausländischen Fahrschüler/innen profitieren sehr von der Kleingruppenarbeit. In Gruppen auf unterschiedlichem Niveau erklärt es sich oft leichter als von Lehrer zu Schüler: D.h. die besseren Schüler erklären den schlechteren den Stoff, oft besser, als es der Lehrer kann

  • wenn unsere ausländischen Fahrschüler/innen schlecht Deutsch sprechen, ermuntern wir sie, den Theoriezyklus mehrmals zu besuchen. Unsere Rekordhalterin war eine Fahrschülerin aus Thailand: 75 (!) Theoriestunden. Wenn sie noch kaum Deutsch sprechen, dann versuchen wir Lerngruppen von Schülern/innen zusammenzustellen, die dieselbe Sprache sprechen

  • wir bauen auf unserer Homepage ein Lexikon der Begriffe aus den Theoriefragebögen auf, das laufend erweitert wird: Taucht im Unterricht ein schwieriger Begriff auf, dann stellen wir ihn mit Erklärung auf unsere Homepage

  • wir halten besondere Vorbereitungsabende zur Vorbereitung auf die theoretische Prüfung ab

  • Vortests werden bei uns mehrere Male durchgeführt. Nur, wenn die Prüflinge weniger als 5 Fehlerpunkten erreichen, raten wir, in die Theorieprüfung zu gehen (nach den offiziellen Regeln müssen die Prüflinge dagegen unter 10 Fehlerpunkten liegen). Nach einer misslungenen Prüfung muss der Prüfling bei uns noch einmal einen Vortest absolvieren.

Insgesamt können wir mit dem Ergebnis unseres Theorieunterrichts sehr zufrieden sein. Es ist die Vielzahl ineinandergreifender Bemühungen, die zum Erfolg geführt hat. Erst wenn es viele Anstrengungen zur Verbesserung des Theorieunterrichts gegeben hat, ist es sinnvoll, harte Vortests durchzuführen. Mit harten Vortests allein, ohne den alten, gewöhnlichen Theorieunterricht zu ändern, würden womöglich viele Schüler/innen scheitern und sogar resignieren.

Kommentar zu den Ergebnissen der praktischen Prüfung

Mit dem Ergebnis der praktischen Prüfungen können wir nicht so zufrieden sein.

Wir haben zwar schon Maßnahmen ergriffen, auch die Ergebnisse der praktischen Prüfungen erfreulicher zu gestalten. Die Maßnahmen haben bis jetzt aber noch nicht so gegriffen, wie wir uns das wünschen würden. Wir haben uns jetzt zusammengesetzt, gemeinsam überlegt und festgestellt, dass es darüber hinaus doch noch einiges zu verbessern gibt.

Unsere Schüler/innen sind meistens knapp bei Kasse. Sie greifen dager gerne auf die kostenlosen Zusatzangebote im Theorieunterricht zurück. Viele ausbildungsverbessernde Maßnahmen im Praxisunterricht, z.B mehr Stunden zu nehmen, wirken dagegen sofort kostentreibend. Wir müssen uns also überlegen, wie wir auch im Praxisunterricht kostenneutrale Zusatzangebote machen können, um zu einer Leistungsverbesserung zu kommen. Dazu haben wir uns folgendes überlegt:

  • Mitfahren beim praktischen Unterricht

    Dies bringt Vorteile für den Fahrer/ die Fahrerin, aber auch für den Beifahrer/die Beifahrerin. Aus Sicht des Fahrers/der Fahrerin gerät man durch die Beobachtung und anschließende Auswertung unter Druck, muss lernen, mit dem Druck umzugehen – willkommene Vorbereitung auf die Prüfung! Als Beifahrer/in hinten rechts kann man in Ruhe aus Prüfersicht Probleme und Situationen studieren. Wir haben das Mitfahren schon immer praktiziert, werden es jetzt ausweiten

  • Einsatz unserer Ausbildungs- und Prüfungssoftware click&teach.
    click&teach kann nicht nur von Fahrlehrern zum Unterrichten eingesetzt werden, sondern auch und gerade von Fahrschülern/innen zur Vorbereitung auf die praktische Prüfung.

    Denn  click&teach beinhaltet nicht nur eine umfangreiche Bilderdatenbank zu jedem Themenblock des theoretischen Unterrichts, sondern auch zahlreiche exemplarische Dokumentationen von gelungenen oder auch misslungenen praktischen Prüfungen. Erste Versuche von uns, prüfungsreife FahrschülerInnen auch mit Hilfe von click&teach auf verschiedene mögliche Prüfsituationern vorzubereiten, haben sich als erfolgreich erwiesen. Daraufhin haben wir uns entschlossen, den Prüfungsteil noch kräftig auszubauen, so dass unsere Fahrschüler/innen in Zukunft noch mehr von dem Erfahrungsschatz vergangener Prüfungen profitieren können.

    Aber auch im theoretischen Teil bringt das Lernen mit click&teach zahlreiche Vorteile für Fahrschüler und Fahrschülerinnen:

    Als erstes ist die übersichtliche Verzeichnissstruktur zu nennen, die es einem erlaubt, mit ein paar Knopfdrücken zum erwünschten Thema zu gelangen. Und das bei einer Datenbank von über 2500 (!) rechtlichen Übersichten, Verkehrsbildern, Kreuzungszeichnungen, Geschichten, Animationen, Hörereignissen...
    Oder die einfache Bedienung. Zu jedem der Bilder gibt es ein Vorschaubild in der Übersicht. Zu ungefähr jedem Bild erscheint auf Knopfdruck ein ausführlicher schriftlicher Kommentar unserer Fahrlehrer.
    Darüber hinaus existieren zu den vielen (wir arbeiten noch dran) Bildern schematische Zeichnungen der Verkehrssituation. Panoramabilder für besonders komplizierte und räumlich weite Kreuzungen sind ebenso vorhanden, wie Bilderabfolgen von Verkehrssituationen, in denen sich der Fahrschüler überlegen kann, wie sich das Geschehen weiterentwickelt, bzw. wie er/sie sich in der entsprechenden Situation verhalten würde, oder was man besser machen könnte.

    Fahrlehrertausch vor der Prüfung
    An sich sollten alle Fahrschüler/innen bis zur Prüfung bei einem Fahrlehrer bleiben. Das bringt Vorteile mit sich, durch die gleichbleibende Unterrichtsmethode und durch die Gewöhnung an dasselbe Auto. Nichts ist schlimmer als Fahrschulen, bei denen die Schüler/innen auf Grund schlechter Organisation laufend neue Fahrlehrer mit anderen Autos erhalten. Weiß der neue Lehrer nun nicht mal Bescheid, was der alte zuletzt gemacht hat, dann tappt er zu Anfang im Nebel und probiert aus – schlecht für den Schüler/ die Schülerin.

  • Unsere Überlegung beim Fahrlehrertausch war und ist aber eine andere: Die „Gewöhnung“ hat auch eine negative Seite. Fahrlehrer und Schüler/in werden manchmal blind dafür, dass ein bestimmtes Verhalten nicht mehr korrekt ausgeführt wird. Der andere Kollege kann nun in einer Testfahrt, kurz vor der Prüfung, manche Fehler aufdecken und zurechtrücken, die der vorige gar nicht mehr so richtig gesehen hat. 
    Beispiel: Schulterblicke werden nur noch lasch und schlampig ausgeführt, weil unbequem. Der alte Fahrlehrer hat nach vielen vergeblichen Mahnungen am Schluss ein bisschen resigniert. Der neue (Tausch-)Fahrlehrer wird sich wundern und sofort darauf bestehen, die Schulterblicke wieder korrekt auszuführen. Der Tausch soll nur für eine, höchstens für zwei Doppelstunden erfolgen, in der letzten Ausbildungszeit vor der Prüfung.

    Eine weitere Überlegung ist, dass die Fahrt mit einem anderen Auto überraschend und spannend sein kann. Da gibt es im Vergleich so viel zu entdecken und etwas anders auszuführen. Die Situation ähnelt ja stark derjenigen nach dem Erhalt des Führerscheins, wenn die erste Fahrt mit dem neuen Gebrauchten ansteht.

Berlin, 10. Februar 2004


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