Umschreibung


Informationen über die Umschreibung einer ausländischen Fahrerlaubnis

"Umschreiber" - das ist die saloppe Bezeichnung für Menschen, die, außerhalb der EU bzw. des EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) kommend, hier in Deutschland längere Zeit wohnen und bei uns ihren ausländigschen Führerschein in einen EU-Scheckkarten-Führerschein umschreiben lassen wollen. Der Vorgang des Umschreibens ist ein amtlicher Umtausch. Umschreiber müssen in einer theoretischen und praktischen Prüfung nachweisen, dass sie die Verkehrsregeln beherrschen und sicher fahren können. Dazu bedarf es auch einer im Durchschnitt nicht sehr umfangreichen Vorbereitung in der Fahrschule.

Begründung der Umschreibung:

  1. Die Allgemeinheit hat aus Sicherheitsgründen ein Recht darauf, dass hier in Deutschland nur Fahrer zugelassen werden die die Verkehrsregeln in Theorie und Praxis beherrschen (daher die Forderung nach einer Prüfung)

  2. Viele der Länder außerhalb der EU kennen nur sehr lasche Führerscheinregelungen, oder Führerscheine werden womöglich mit Bestechung erworben. Manche Länder haben allerdings vergleichbar strenge Führerscheinregelungen. Die Schweiz, obwohl offiziell nicht zur EU gehörig, hat ein wissenschaftliche begleitetes, weit entwickeltes Führerscheinwesen. Die Bürger solcher Länder brauchen ihre Führerscheine nicht in einer Prüfung umzuschreiben. Ein entsprechender Ausnahmenkatalog ist in der FeV (Fahrerlaubnisverordnung) enthalten.

 Bewerber aus Staaten außerhalb des EWR und mit denen kein Abkommen besteht (Anlage 11 zur FeV) müssen die theoretische und praktische Prüfung bei einer Technischen Prüfstelle für den Kraftfahrzeugsverkehr ablegen. Dies kann nur unter Beteiligung einer Fahrschule erfolgen. Einer Pflichtausbildung bedarf es nicht. FeV heißt Fahrerlaubnis-Verordnung. 

Nach der Erteilung der deutschen Fahrerlaubnis werden Führerscheine aus der EU, des EWR und der Staaten der Anlage 11 FeV einbehalten.

Die ausländische Fahrerlaubnis muss zum Zeitpunkt der Erteilung der deutschen Fahrerlaubnis noch gültig sein und immer im Original vorgelegt werden. Internationale Führerscheine werden nicht umgeschrieben, es bedarf immer eines gültigen nationalen Führerscheins.

Verfahren:

a) Sehtest und "Erste-Hilfe-Kurs" (lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort) absolvieren
b) Antrag bei der Behörde stellen
Folgende Unterlagen sind wichtig:
- Bescheinigung über Sehtest und Kurs "Sofortmaßnahmen..."
- Ausweis, z.B. Pass; evt. Wohnsitzbescheinigung 
- Lichtbild
- Nationaler Führerschein
c) Bei einer Fahrschule Fragebögen besorgen, Theoriefragen lernen. Dies kann evt. auch in einer ausländischen Sprache geschehen. In allen europäischen Sprachen, zusätzlich türkisch, arabisch und farsi (persisch) kann auch am PC geprüft werden. 
d) Wenn die Nachricht der Behörde über die Zuweisung zur Prüfstelle eingetroffen ist: Theorieprüfung ablegen
e) Bei einer Fahrschule anmelden, Fahrstunden absolvieren (nähere Informationen über Probleme bei der praktischen Ausbildung und Prüfung hier)
f) Wenn die Ausbildung erfolgreich war, unter Begleitung des Fahrlehrers die praktische Prüfung ablegen


Seitenanfang

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren